28. September 2018


Christina und Michel sind zwei echte Glücksschweinchen. Mit nur einem halben Jahr Planungszeit (sie haben sich quasi erst grad verlobt) stampfen sie einfach so und scheinbar mühelos eine Traumhochzeit aus dem Boden. Sie haben sich nämlich nicht nur das letzte verfügbare Datum in der Villa Merian in Basel unter den Nagel gerissen, sondern auch die allerletzte verfügbare Trauung bei mir. Das kann ja nur gut kommen. Basel wächst mir langsam richtig ans Herz. Kein Wunder, es ist ja auch richtig schön da!

Da ich mich in Basel schon mehrmals verfahren habe, wusste ich sogar, wo ich ungefähr hin muss (kleiner Tipp: Im Zweifel abbiegen, bevor man in St. Louis landet). Und erwartet haben mich ein strahlendes Brautpaar mitwunderbaren Ehegelübden, ein portugiesischer Lorbeer, ein Sänger mit einer umwerfenden Stimme und ziemlich gutem Timing und ein richtig schöner, perfekter Sommerabend. Geredet haben wir über die Landwirtschaft, die Michel nebenberuflich (!) ausübt, Apfelsaft, Katzen, Bagger und den füdliblutten Bräutigam (fragt nicht).

Und auch fast am Ende einer Hochzeitssaison gibt es immer wieder mal was Neues: So stellte heute ausnahmsweise nicht ich die Traufrage, sondern Christina und Michel nahmen das in die eigenen fähigen Hände. Dann war da noch das kleine Herz auf meinem Foto des Wunschbaums, so schnüsig! Und beim Rückweg zum Parkhaus merkte ich noch, dass sich da jemand als illegaler Sprayer betätigt hat. Die Basler halt, man muss sie einfach mögen.