So. Mittlerweile habe ich das Ende der Hochzeitssaison 2017 verarbeitet und kann ein Fazit ziehen: Es war ein schlichtweg fantastisches Jahr, mit unglaublichen Brautpaaren, Begegnungen, Erlebnissen und Eindrücken. Ich habe mal versucht, so etwas wie ein «Best of» zusammenzustellen, und wünsche euch viel Spass mit diesem Blick hinter die Kulissen:

1600 Kilometer habe ich insgesamt auf dem Weg zu den Trauungen zurückgelegt und bin dabei kreuz und quer durch die Schweiz und das nahe Ausland gefahren, von Riehen (mit Selina und Mathias) bis St. Moritz (mit Angela und Rafael) und von Steckborn (mit Deborah und Roger) bis nach Italien: Ganze 228 Kilometer pro Weg nahm ich für die Trauung von Rebecca und Raffael nach Colmegna unter die Räder – Sibylle und Andreas heirateten mit einer Anreise von nur 15 Kilometern dafür praktisch vor meiner Haustür, und zwar auf dem Zürichsee.

Für die Zeremonie von Andrea und Joel auf der Belalp begab ich mich auf 2094 Meter über Meer, sie halten damit den Höhenrekord – dicht gefolgt von den 1976 Metern auf der Tannalp. Dort fiel dafür der Temperaturrekord: Aselia und Fabian schlotterten im September bei 4 Grad und Schnee. Dafür schwitzten Chantal und David bei 32 Grad hoch über dem Vierwaldstättersee. Aber grundsätzlich hatten meine Paare Wetterglück: Von 18 Hochzeiten regnete es gerade mal bei zweien, dafür heftig – Besonders Mirjam und Marco und Deborah und Roger erwischte es so richtig. Superschön war es trotzdem, und ich bin der festen Überzeugung, dass Regen am Hochzeitstag Glück bringt – bei mir stimmt's jedenfalls.

Die längste Planungszeit hatten Mirjam und Stephan, wir hatten uns nämlich bereits Anfang 2016 zum ersten Mal getroffen. Recht spontan feierten Daniela und insbesondere Raphael: Er wusste nämlich bis 5 Minuten vor der Zeremonie noch nicht, dass er heute heiraten wird. Zwar nicht den Bräutigam, aber alle Gäste überraschten Angelika und Fabian, die sich vor ihrem Maiensäss inmitten einer Kuhherde das Jawort gaben und niemandem von der geplanten Freien Trauung erzählt hatten.

Die gewählten Locations hauten mich sowieso allesamt aus den Socken. Patrizia und Michi sowie Domi und Mario wählten für ihre Trauung einen Weidentempel, aber auf verschiedenen Seiten des Zürichsees: Einmal im Traumgarten Thalwil und einmal in der Moschti Stäfa. Schlösser, Burgen und Klöster waren bei Claudia und Christian, Angela und Michel sowie Tanja und Markus hoch im Kurs, sie wählten für ihre Trauungen die alten Gemäuer des Schloss Rapperswil, des Ritterhauses in Bubikon und der Kartause Ittingen – letztere samt Flugeinlage der Patrouille Suisse.

Soooo viele tolle Menschen und Paare habe ich kennengelernt (ausser Donna und Thomas, die kenne ich schon seit Jaaaahren!), so viele interessante Gespräche mit Brauteltern, Freunden und Gästen geführt, mit fantastischen Dienstleistern wie Locations und Fotografen, Musikern und Wedding Plannern gefachsimpelt, ganz viele Orte in der wunderschönen Schweiz besucht, an denen ich noch nie war, und die ganze Bandbreite der menschlichen Emotionen erlebt, inklusive Nervosität, Hektik, Coolness, Rührung, Freude, Anspannung und natürlich Liebe.

Allen Brautpaaren, meinen Freunden und meiner Familie, die bis hierhin durchgehalten haben mit Lesen (keine Angst, ich halte mich ab jetzt wieder kürzer), möchte ich herzlich danken: Für euer Vertrauen, eure Unterstützung, eure Zeit, euer Verständnis, eure Flexibilität und die Möglichkeit, so viele Stunden mit einer Tätigkeit zu verbringen, die mich berührt, erfüllt, fordert und vor allem glücklich macht. Und was mich besonders freut: es geht im neuen Jahr genau so weiter! Ich durfte bereits so viele neue, tolle Paare kennenlernen, die ich im 2018 begleiten darf. Das sind ja mal schöne Aussichten

Herzlich,

simonejpg


Angela & Rafael
Herbsttraum im Engadin

Angela und Rafael haben mich lange auf die Folter gespannt: Als sie mir von ihrer geplanten Hochzeit im Engadin erzählten, war ich sofort Feuer und Flamme. Aber lange war nicht ganz klar, wo und in welchem Rahmen die Zeremonie denn stattfinden soll und kann. Doch wieder einmal zeigte sich: Was lange währt, wird endlich gut. Und so gaben sich die beiden am 21. Oktober 2017 das Jawort im unglaublich stimmungsvollen Forum Paracelsus in St. Moritz. Und es war eine Trauung, die meiner Saison 2017 wirklich noch das Sahnehäubchen aufsetzte.


Angela, Rafael und ich wurden regelrecht verkuppelt, nämlich von ihrer Trauzeugin Andrea, die eine gute und langjährige Freundin von mir ist. Andreas Näschen war mehr als gut, es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick bei uns Dreien. Das machte es uns auch sehr einfach, eine einfache, aber sehr stimmungsvolle und emotionale Trauung zusammen zu entwerfen - mit ganz viel Interaktion mit den Gästen und dem Brautpaar, so liebe ich meine Trauungen ja. Neben lautem Gelächter (ich denke da besonders an die Schwester der Braut, die zweimal fast vom Stuhl gefallen ist) gab es wunderbare musikalische Einlagen von "The Lovers" inklusive einem wunderbaren "Il Volo" von Zucchero, ein tolles Wasserritual mit Wasser vom Greifensee und der Mauritiusquelle im Nebenraum, das Entzünden einer Erinnerungskerze, ein wunderschöner Beitrag von Trauzeugin Andrea und sehr laute und sehr deutliche Ja-Worte.

Wie bei den meisten Trauungen bleiben mir aber noch sehr viele weitere, tolle Erinnerungen an ein fantastisches Wochenende. So etwa die atemberaubende Fahrt über den Julier durch goldene Oktoberwälder, der blaue Silsersee, eine entspannte Hochzeitstavolata am Vorabend, ein Frühstücksbuffet im Parkhotel Margna, das jegliche Wünsche erfüllte (mit selbstgemachter Butter, wow!), der Apéro mit lustigen Gesprächen mit den tollen Gästen der beiden und dann die Fahrt nach Hause, vorbei an einem unglaublich schönen Marmorerasee, der mich zu einem Stop animierte und wirklich das perfekte Ende einer perfekten Hochzeitssaison bildete. Angi und Rafi – wir sehen uns! 

(Bild oben und unten Mitte: Aquilino Paparo Photographer)

Donna & Thomas

Klassenzusammenkunft in der Roten Trotte

Mehr als 20 Trauungen habe ich mittlerweile gehalten, aber am 30. September 2017 war ich trotzdem wieder mal so richtig nervös. Das lag daran, dass ich die grosse Ehre und noch grössere Verantwortung hatte, meine Freunde Donna und Thomas zu trauen. Donna ist seit mehr als 20 Jahren meine Freundin und wir haben schon sehr viel miteinander erlebt - und natürlich auch schon oft zusammen gefeiert. Das bedeutete natürlich auch, dass im Publikum viel mehr bekannte Gesichter als üblich sassen. Es war super, bei der Vorbereitung der Zeremonie so einige mir bisher unbekannte Anekdoten aus dem Leben eines mir eigentlich bekannten Paares zu erfahren und ganz besonders freute es mich, dass nicht nur ich für die Trauung, sondern auch meine talentierten Freundinnen Alexandra für die Dekoration und Andrea für die Floristik kurzerhand mit eingespannt wurden. Die Feier fühlte sich ein bisschen an wie ein Klassentreffen aus (sehr) alten Zeiten.


Donnas Schwager Angelo sorgte für den musikalischen Rahmen für die Trauung, bevor das Brautpaar Glücksbambus pflanzte und sich gegenseitig den Musikgeschmack kritisierte (natürlich auf eine sehr charmante Art und Weise). Zwei zuckersüsse Ringträger machten ihren Job sehr gut - und ich anscheinend auch, denn im Anschluss gratulierte mir sogar Donnas englische Verwandschaft aufs herzlichste, dabei hatten sie ca. 90% der Trauung nicht verstanden. Natürlich hatte ich ein paar Sätzli auf Englisch eingebaut und sogar die wichtigsten Parts übersetzt, so dass jeder einigermassen folgen konnte.


Im Anschluss folgte ein feiner Apéro, eine mega witzige Rede des Trauzeugen, des Bräutigams und des Brautvaters (englischer schwarzer Humor Ahoi), superfeines Essen vom maiergrill, in deren schöner Location Rote Trotte in Winterthur der ganze Zauber stattfand, ein Film über das Brautpaar, der mich echt zum Heulen vor Lachen brachte und natürlich wildes Getanze auf dem Dancefloor. Die zweitletzte Hochzeit meiner Saison war also in mehr als einer Hinsicht ein voller Erfolg.


Angela & Michel

Sonnige Herbsttrauung im Ritterhaus

Angela und Michel waren 2016 das dritte Paar, das mich vom Fleck weg gebucht hat - und das, obwohl ich sie im regennassen und dunklen Kloten herumgescheucht habe. Aber die beiden haben die kleine Odyssee in der Zürcher Agglo super weggesteckt, Michel ist sogar mit Krücken schneller als ich ohne. Gemeinsam erlebte Abenteuer schweissen zusammen, und  so entschieden sie sich trotz allem, mich für ihre Trauung am 23. September 2017 im Ritterhaus Bubikon zu engagieren. Die Kapelle im Ritterhaus ist unglaublich eindrücklich und bietet einen wunderbaren Rahmen für eine Freie Trauung. Wenn diese - und natürlich die komplette Hochzeit - so wunderbar und bis ins Detail organisiert ist, wie das Angela und Michel machten, steht einem fantastischen Tag nichts mehr im Weg. Scheinbar sind die zwei auch bei ihren Familien und Freunden für ihre Organisation bekannt, als ich nämlich den äusserst detaillierten Tages-Ablaufsplan erwähnte, war das liebevolle Gelächter sehr gross.


Besonders im Gedächtnis bleiben werden mir die musikalischen Einlagen von Lorena Jovanna, am E-Piano begleitet von Mario. Die beiden liessen mich mehr als einmal den Atem anhalten- Genauso atemberaubend emotional waren auch die Ehegelübde von Angela und Michel, die sie liebevoll vorbereitet hatten und ebenso vortrugen. Sie beklagten sich zwar mit einem Grinsen, dass ich alles, was sie sagen wollten, bereits in einer ähnlichen Form in meiner Rede eingebaut hatte, aber so schöne Sachen kann man ja ungeniert mehr als einmal sagen. Ich bin aber froh, dass ich scheinbar genau die richtigen "lovely words" für mein Brautpaar gefunden habe. Die beiden Hobbyköche mischten dann auch noch schwarzes und weisses Salz zusammen und liessen sich die Ringe von einem absolut entzückenden Ringträger bringen (der seinerseits auch getragen wurde und die Bühne bereits vor Beginn der Trauung krabbelnderweise erkundet hatte). Die Kapelle bewies dann auch noch eine fantastische Akustik, als das mehrstimmige "JA!" von allen Gästen erklang. Der anschliessende Apéro konnte unter dem wolkenlosen und strahlend blauen Septemberhimmel genossen werden, was dem Tag das erste kleine Krönchen aufsetzte. Was später im Restaurant Charreweg in Illnau noch geschah, weiss ich (noch) nicht, aber ich ahne Grosses. Herzlichä Glückwunsch, Angela und Michel, und ich wünsch eu, dass ihr für immer mitenand zäme sind!



Aselia & Fabian

Jawort mit Bergpanorama

Irgendwie schien es viele meiner Brautpaare in diesem Jahr in die Höhe zu ziehen. Die beiden Supersportler Aselia und Fabian gaben sich denn auch das Jawort auf der Tannalp ob Melchsee-Frutt, und zwar am 16. September 2017. Nichtsahnend machte ich mich auf den Weg auf fast 2000 Meter über Meer, als bereits im Radio eine Schneewarnung herausgegeben wurde. Kein Problem für meinen 70 PS starken Mazda 2 mit Sommerpneus... aber damit würde ich mich später beschäftigen, zuerst galt es, das naturbegeisterte Paar ordentlich zu verheiraten. Das war übrigens samt einem Grossteil der Gäste von der Stöckalp zu Fuss zum Berggasthaus Tannalp gewandert - meine Bewunderung hatten sie allemal. Ich war dank Spezialbewilligung exakt 5 Meter neben den Eingang gefahren, aber ich darf das.


Aus obengenannten Witterungsgründen wurde dann auch der Auftritt der "Seppä", einer urchigen Akrobatikgruppe, zu der auch Bräutigam Fabian gehört, vorgezogen, was sich als richtige Entscheidung herausstellte, denn es begann in der Tat bald darauf zu schneien. Nachdem dann auch alle Gäste die Funktionskleider gegen Festoutfits getauscht und sich beim Apéro gestärkt hatten, startete die Zeremonie gegen 18:30, als es laaangsam eindunkelte. In einer Blitzaktion organisierte ich noch ein paar Kerzen, um wenigstens meine Notizen noch lesen zu können, und begann mit meiner Traurede, die bei den Gästen wunderbar ankam und deren Reaktionen auch bei meinem Brautpaar und mir zu einigen Lachanfällen führte. Apropos Gäste, darunter waren auch Deborah und Roger, die ich nur wenige Wochen zuvor am Bodensee verheiraten durfte - ein tolles Wiedersehen, was mich sehr freute!


Aselia und Fabian hatten sich wunderbare Ehegelübde geschrieben, die nun vorgetragen wurden - nachdem auch die beiden Trauzeugen Sabrina und Bastian, die ich in der Woche zuvor mit sanftem Druck (Fabian würde dazu "zärtliche Dominanz" sagen), zu einem Beitrag genötigt hatte. Das heisst, eigentlich nur Bastian, der sich dann aber nach der Trauung sogar für die Nötigung bedankte. Steine scheinen das grosse Hobby des Brautpaars zu sein, jedenfalls in Bergform, was sie dazu inspirierte, ein Glücksbambus-Steinritual mit Einbezug der Gäste zu vollziehen. Am Ende der Trauung retteten sich alle wieder ins warme Gasthaus, nur das Brautpaar hüpfte fröhlich auf den mittlerweile puderzuckerweissen Alpwiesen herum, um ein paar Fotos fürs Erinnerungsalbum zu schiessen. Aber das bisschen Schnee, das ist ja auch nur Wasser - und das bringt ja Glück.


Mirjam & Marco

family affair auf dem Albispass

Am 9. September ermöglichten mir Mirjam und Marco eine Premiere: Ich durfte ihre Trauung mit der Willkommensfeier für ihren kleinen Lennio verbinden. Das Restaurant Albishaus, natürlich auf dem Albispass gelegen, war eine wunderbar schöne und passende Location für diese entspannte Hochzeit, wie auch schon ein Jahr zuvor für den ganz in der nähe erfolgten Heiratsantrag. Da ging das Wetter beinahe vergessen, das sich an diesem Tag wirklich von seiner übelsten Seite zeigte: Es regnete einfach den ganzen Tag in Strömen. Trotzdem liessen sich weder Mirjam und Marco noch ihre Gäste den Spass verderben: In einem kurzerhand aufgestellten Zelt fand die Trauung trotzdem draussen statt und warm genug wurde allen spätestens bei den unglaublich emotionalen und herzigen Ehegelübden.


Auch Gotti Patrizia und Götti Matthias richteten ein paar Worte an ihren kleinen Schützling Lennio. Der verfolgte die Trauung von seinem Logenplatz in der ersten Reihe gespannt mit und machte sich mehr als einmal und mit einem unglaublichen Gespür für gutes Timing lautstark bemerkbar.  Die kleine Familie mischte anschliessend dreifarbigen Sand in einen gravierten Bilderrahmen, um ihre Verbindung zu symbolisieren. Sibylle und Sara unterstrichen die Zeremonie mit ihren musikalischen Beiträgen und bewiesen Professionalität, als sie nach einem technischen Problem kurzerhand improvisierten. Der Regen war zu diesem Zeitpunkt sowieso schon vergessen beziehungsweise eine willkommene Ausrede für die Tränchen, die auf dem einen oder anderen Gesicht glitzerten...


Nach der Trauung durfte ich einige der Gäste beim Apéro noch etwas kennenlernen und vertiefte mich scheinbar etwas zu fest in die spannenden Gespräche, denn am nächsten Tag erreichte mich plötzlich eine Nachricht des Brautpaars: Ich hatte meine Mappe und mein Headset liegen gelassen. In einer Last Minute Aktion erreichte mich beides zum Glück noch rechtzeitig für die nächste Trauung per Post und ich muss für 2018 mal meine Logistik überprüfen ;-) Mirjam und Marco, es hat mich unglaublich gefreut, euch kennenzulernen und ich wünsche eurer kleinen Familie alles Gute!

(Das tolle Bild unten ist von André Hengst, on eyes photography)


Rebecca & Raffael

Dolcefarniente am Lago Maggiore

Jetzt habe ich tatsächlich einen supertollen Text zu Rebecca und Raffaels Traumhochzeit in Luino verfasst, und dann war alles weg... Horror! Jedenfalls entführten die beiden mich am 1. September 2017 nach Luino und sorgten damit für eine Premiere in meinem Leben als Traurednerin: meine erste Trauung im Ausland! Luino und das Hotel Camin Colmegna liegen zwar nur einen Katzensprung hinter der italienischen Grenze und der Lago Maggiore gehört ja irgendwie so halb sowieso zur Schweiz, aber das zählt natürlich trotzdem als echt italienische Hochzeit. Und von südländischer Entspanntheit war die Feier auch geprägt - nicht ganz unbeteiligt daran waren Jeanine und Mayerline von Shine Bright, die als Weddingplannerinnen alle Fäden stets fest in den Händen hielten.


Die Trauung selbst war eine einzige Aneinanderreihung von Highlights: Neben der unschlagbar guten Musikauswahl (Drake's "One Dance" in einer Akustikversion war etwas vom Besten, was ich dieses Jahr gehört habe) überraschten Rebecca und Raffael ihre Gäste mit ihrem filmreifen Auftritt, süss-lustigen Eheversprechen, Shot-Gemische und Ge-Exe und einem beherzten Schlüsselwurf. Und sowieso, das Brautpaar... von einem Mann mit italienischen Wurzeln hatte ich nichts Geringeres erwartet, als ein super-stylisches Outfit, und Raffael enttäuschte mich nicht. Mein Raffi-Lieblingsmoment war die Minute vor der Trauung, als alle Gäste schon sassen und erwartungsvoll zu mir blickten, und er auf seine Braut Rebecca wartete - und die Gelegenheit nutzte, um fast unbeobachtet noch rasch einen grossen Schluck aus einem herumstehenden Bierglas nahm. Tja, die Nerven können manchmal ganz schön flattern, insbesondere, wenn dann eine so wunderschöne Braut die Treppe herunterkommt, wie Rebecca, die direkt einem Film entstiegen zu sein schien. Nach dem feinen Apéro überraschte sie übrigens alle mit einem atemberaubenden Outfitwechsel. Ich bin normalerweise immer Pro-Brautkleid, aber Rebeccas Abendoutfit war einfach unvergesslich und die perfekte Kombination aus elegant und sexy.


Das anschliessende Abendessen am runden Tisch mit allen anderen Dienstleistern wird mir ebenfalls in bester Erinnerung bleiben - Sängerin Laura, Fotografin Marina Louar, Flavia von fotichaschte.ch und Ian und Josy von JTvision plauderten alle aus dem Nähkästchen und machten meinen Tag perfekt. Reby und Raffi, herzlichen Dank dafür, dass ich an eurem grossen Tag dabei sein durfte, es war fantastisch!

(Bilder unten links und rechts: www.caminhotel.com)


Daniela & Raffi
Das Überraschungsei am Zürichsee

Ich liebe meinen Job, besonders, wenn solche Anfragen bei mir eintrudeln: Vor ein paar Monaten erreichte mich nämlich die Anfrage von Daniela, einer alten Freundin aus Berufsschulzeiten. Aber sie wollte nicht einfach heiraten, oh nein. Die komplette Feier am 25. August 2017 sollte ausserdem eine riesige Überraschung für ihren Raffi sein. Der hatte zwar bereits vor vier Jahren an der zivilen Trauung schon mal «Ja» gesagt, aber ein grosses Fest mit Freunden und Familien ging Daniela einfach nicht aus dem Kopf. Da die beiden grosse Fans der Sendung «Happy Day» sind, entschloss sich Daniela kurzerhand, einen ganz eigenen happy day für Raffi zu organisieren. Da musste ich unbedingt mit an Bord sein, ich liebe eine gute Überraschung!


Und Daniela übertraf sich tatsächlich selber. Mit unglaublich viel Liebe zum Detail stampfte sie innert kurzer Zeit eine komplette Hochzeit aus dem Boden, die mit einer wunderbaren, lustigen und gleichzeitig unvergleichlich emotionalen Trauung begann. Raffis Blick, als er alle seine Freunde am Trauungsort versammelt antraf und ihm langsam dämmerte, was ihn erwarten würde, war unbezahlbar. Als dann Daniela ganz in weiss und am Arm ihres Vaters zu den Klängen von «Bacardi Feeling» auf ihn zutanzte, fiel dann der letzte Groschen. Trotz der witzigen Ausgangslage, die eine tolle Basis für eine sehr humorvolle Trauung bot, blieben auch die grossen Emotionen nicht aus – spätestens bei den Ehegelübden, die Daniela ganz frei und Raffi ganz unvorbereitet, aber nicht weniger herzerwärmend, vortrugen, gab es auch bei den Gästen die eine oder andere Träne zu sehen.

Beim Ringtausch hatte dann auch Familienhund Roxy ihren grossen Auftritt, und sie brachte Raffi seinen neuen Gladiatorenring im zweiten Anlauf. Musikalisch untermalt wurden die Trauung und der anschliessende Apéro wunderschön von Sarah Zingg – und ich weiss jetzt, dass an meine portable Anlage nicht nur zwei, sondern sogar drei Mikros samt Gitarre und iPhone gekoppelt werden können. Der Bächlihof als einmalig schöne Kulisse für die Trauung direkt am Teich und für den Apéro im Sonnenuntergang mit Blick auf Zürichsee und Apfelbäume war ebenfalls eine ganz tolle Wahl, die ich meinen Brautpaaren nur empfehlen kann. Alles Gute, Daniela und Raffi, ich wünsche euch, dass euer gemeinsames Leben noch ganz viele schöne Überraschungen für euch bereithält!


(Bilder: Sascha Hofstetter)


Andrea & Joel
Internationale Feier mit Bergsicht

Andrea und Joel reisten für ihre fantastische Hochzeit am 19. August 2017  buchstäblich ans Ende der Welt. Und das gleich zweifach: Sie reisten samt ihrer Festgesellschaft aus Australien in die Schweiz an, wo sie sich kennen- und lieben gelernt haben und gemeinsam mit ihrer Hündin Mia wohnen. Und dann wurde nicht irgendwo, sondern in der Hamilton Lodge auf der Belalp im Wallis gefeiert, was sogar mich als Schweizerin anreisetechnisch etwas forderte. Es musste natürlich auch ausgerechnet am Abend vor der Trauung stürmen und gewittern, so dass die Fahrt mit der Gondel zu einem richtigen Abenteuer wurde.


Gelohnt hat es sich allemal, denn was folgte, waren drei Tage voller feinem Essen,  ausgelassenem Feiern, Lachen, Tanzen und australischer Lebensfreude inmitten der Schweizer Bergwelt. Trotz dickem Nebel und tiefhängenden Wolken am Hochzeitsmorgen schaffte es die Sonne genau zur Trauung und liess uns alle sprachlos auf das unglaubliche Panorama blicken. Die bimmelnden Kuhglocken und die reine Alpenluft bildeten die Kulisse für eine sehr schöne und emotionale Zeremonie mit einem «ring warming», wunderbaren Eheversprechen und gesanglichen Einlagen der Spitzenklasse von Silas Kutschmann, den ich wärmstens weiterempfehlen kann. Natürlich fand die ganze Zeremonie auf Englisch statt, was mir nur ein, zwei schlaflose Nächte bereitet hatte, aber schlussendlich super klappte. Der Hamilton Lodge Belalp gebührt ebenfalls ein riesiger Dank. Das Bett war so weich wie eine Wolke, das Essen fein, die Portionen riesig, die Mitarbeiter freundlich und sehr unkompliziert und allgemein wurde uns jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Fotografisch festgehalten wurde die Feier auf dem Berg von Yannick Zurflüh und seiner Second Shooter Martina, und das Brautpaar hätte hier keine bessere Wahl treffen können. Thank you so much for letting me be a part of your lovestory, Andy and Joel!



Love is in the alps - and that's where I was on August 19th, at Andrea and Joels unbelievably beautiful wedding. After a strenuous journey through rain and storm to Hamilton Lodge Belalp, the clouds disappeared right on time for the ceremony and left myself and the international, mostly australian guests speechlessly looking at the gorgeous mountain panorama. My first English speaking ceremony went smoothly and after the reception (with wonderful music from Silas Kutschmann) I was off to another night's sleep in a heavenly comfy bed. A perfect wedding  weekend.

Bilder: Yannick Zurflüh Photography)


Tanja & Markus
Freie Zeremonie mit Überschall in der Kartause Ittingen

Tanja und Markus waren bisher die Schnellsten: Schon während unserem Kennenlernen haben sie mich direkt für die Zeremonie gebucht. Dabei war zu diesem Zeitpunkt weder Zeit noch Ort für ihre Hochzeit bekannt. Sie bewiesen dann schlafwandlerische Sicherheit; Am 12. August 2017 um 14:00 Uhr sollte es soweit sein, im Apfelgarten der Kartause Ittingen. Praktischerweise hatte auch die Patrouille Suisse genau dann und dort eine kleine Flugshow geplant – so durften wir drei plus 80 geladene Gäste nicht nur eine herzliche und schoggisüsse Trauung erleben, sondern wurden auch noch durch die bekannte Schweizer Fliegerstaffel unterhalten.

Nicht, dass es an unterhaltenden Elementen in der Zeremonie gemangelt hätte. Braut Tanja kippte schon beim überraschenden musikalischen Einschub beinahe vom Stuhl, denn da am Piano sass plötzlich kein geringerer als ihr eigener Bruder und Trauzeuge Roman, der notabene eigentlich gar nicht Klavier spielen kann und sich "make you feel my love" von Adele via Youtube-Videos und durch die Unterstützung von Sängerin Jenny angeeignet hatte. Bräutigam Markus ging ebenfalls die Extrameile und beschenkte seine Braut während der Zeremonie mit Schoggistängeli, Putztüechli und einem zusätzlichen Versprechen. Und die Gäste schliesslich leisteten mit ihrem erdigen Beitrag ans Trauritual und ihrem Jawort aus vielen Kehlen eine wunderbare Basis für eine gelungene und spannende Zukunft für die beiden Rätselfreaks. Life is a maze, love is a riddle – ihr beide werded euch in beidem gemeinsam bestimmt wunderbar zurechtfinden. Herzlichen Dank für diesen schönen Tag!



Mirjam & Stephan
Zweiter Anlauf im Waldhaus Flims

Eine ganz besondere Hochzeit durfte ich am 5. August 2017 begleiten – Mirjam und Stephan gaben sich ENDLICH das Jawort! Warum endlich? Die beiden hatten eigentlich schon 2016 heiraten wollen, mussten ihre Feier aber wegen höherer Gewalt um ein Jahr verschieben. Ganz nach dem Motto "aufgeschoben ist nicht aufgehoben" wagten sie einen zweiten Anlauf – und das im wunderschönen Grandhotel Waldhaus Flims, das mich mit seiner Lage und Ausstattung und insbesondere mit der Professionalität und Freundlichkeit seiner Mitarbeitenden nachhaltig beeindruckte. Aber hier geht es ja um die beiden Lovebirds Mirjam und Stephan.

Schon am Vorabend, den ich bereits in Flims verbrachte, meldete sich eine nervöse Mirjam bei mir und fragte, ob ich wohl auch schon früher kommen könnte, um ein paar Details zur Trauung nochmal durchzugehen. Das machte ich natürlich gern, und so sass ich bereits vier Stunden vor der Trauung in einer wunderschönen Hotelsuite und durfte das Ansteigen der Nervosität während dem Styling bereits hautnah miterleben. Auch beim ersten Blick des Bräutigams Stephan auf seine wunderschöne Braut war ich dabei, und konnte so noch einige Eindrücke Last Minute in meine Traurede einbauen. flurettas aus Flims bereiteten mit einer wunderbaren Blumendeko inklusive Rosenblättern von 700 Rosen den würdigen Rahmen für die sehr, sehr emotionale Zeremonie. Schon als Stephan mir am Vorabend der Zeremonie sein Ehegelübde zuschickte, musste ich bereits das erste Mal leer schlucken und wusste sofort: Das wird eine Zeremonie zum Mitschluchzen. Der sonst eher ruhige Stephan kehrte sein Innerstes nach Aussen und machte seiner Mirjam eine unfassbar schöne Liebeserklärung, die sie nicht weniger liebevoll und mit einer Prise Witz erwiderte. Um ihre Liebe zu besiegeln, füllten die zwei noch ein Whiskey-Fässchen, tauschten Ja-Worte und Ringe und liessen ihre Gäste dann noch an Ort und Stelle mit Prosecco versorgen, damit standesgemäss zu einem lauten "Viva!" angestossen werden konnte.


Noch nie habe ich von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Trauung selbst soooo lange warten müssen und noch nie habe ich ein Paar just an ihrem ersten zivilen Hochzeitstag verheiratet – aber jeder Tag des Wartens hat sich für diese Traumhochzeit und dieses Traumpaar gelohnt. Mirj und Dude, ich danke euch herzlich für diesen tollen Tag in der Bündner Bergwelt und wünsche euch alles Gute!

Bild: Waldhaus


Deborah & Roger
Jugend-Flashback am Bodensee

Komischer Titel, ist aber so: Als mich Roger vor wenigen Monaten anschrieb und fragte, ob ich ihn am 14. Juli 2017 mit seiner Deborah verheiraten möchte, fühlte ich mich sofort wieder wie 15. Roger ist nämlich der ältere Bruder einer sehr alten Schulfreundin von mir, und wie es halt so war, blickten wir beiden Hühner schon auch ein bisschen zu ihm auf. Ich habe mich auf jeden Fall extrem gefreut und tatsächlich wird die Trauung von Deborah und Roger unvergesslich bleiben – und das gleich aus mehreren Gründen.

Zuerst einmal war das das Wetter. Blauer Himmel und Schäfchenwolken erwarteten mich bei meiner Ankunft im See & Park Hotel Feldbach in Steckborn, direkt am Ufer des schönen Bodensees. Scheinbar hatte ich gutes Timing, denn nur kurz zuvor hatte es wie aus Kübeln geschüttet und das Servicepersonal war dabei, alle Stühle, die bereits für die Zeremonie bereitgestellt worden waren, abzuwischen und neu zu drapieren. Ich stellte meine Utensilien auf, wechselte ein paar Worte mit dem halb nervösen, halb gefassten Brautpaar und begrüsste schliesslich auch noch Aselia und Fabian, deren Hochzeit im September stattfinden wird. Es war übrigens das erste Mal, dass mich ein Brautpaar vor der eigenen Hochzeit schon an einer anderen Feier live und in Farbe erleben durfte (glücklicherweise sind sie mit ihrer Wahl noch immer sehr zufrieden und haben ihre Buchung noch vor Ort bestätigt, man weiss ja nie).

Die Trauung selbst begann bei schönstem Sommerwetter – aber wir sahen aus dem Augenwinkel schon die schwarze Wand, die vom anderen Seeufer langsam auf uns zugewalzt kam. Als die ersten Tropfen fielen und der Wind immer stärker wurde, wurde ich doch latent nervös. Schliesslich brach ein veritables Unwetter mit Starkregen (horizontal) und Windböen auf uns ein. Brautpaar und Gäste versammelten sich wie eine Schafherde eng aneinandergekuschelt im Zeltinnern. Bräutigam Roger rief immer wieder «Das gaht grad verbii!» und glücklicherweise sollte er Recht behalten. So konnten wir die sehr humorvolle Zeremonie noch zu einem guten Abschluss bringen: Das Brautpaar warf Münzen, mixte Long Island Ice Teas (den Braut Deborah noch an Ort und Stelle exte), tauschte Ringe und wurde von mir mit einem Einhorn beschenkt. Das Highlight waren eindeutig die Gelübde: Deborah machte ihrem Roger eine herzzerreissende Liebeserklärung, worauf er sich damit revanchierte, vor allen Gästen «Una Mattina» von Ludovico Einaudi zu spielen, wofür er heimlich ein halbes Jahr lang Klavierstunden genommen hatte. Da blieb kein Auge trocken. Das anschliessende Konzert von Grandmother's Funck während dem Apéro liess Festival-Stimmung aufkommen und als auf meiner Rückfahrt nach Hause noch der Gurten-Gig von Dabu Fantastic live übertragen wurde, fühlte ich mich wieder richtig jung. Eben wie 15.

Deborah und Roger: In Italien heisst es «sposa bagnata, sposa fortunata» – und wenn Deborah keine sposa bagnata ist, dann weiss ich auch nicht mehr. Soviel Wasser am Hochzeitstag MUSS einfach ganz viel Glück bringen. Ich wünsche euch und eurem Goldschatz Michelle alles Gute für eure Zukunft!



Chantal & David
Ja-Wort auf der grünen Wiese

Am 8. Juli 2017 durfte ich Chantal und David mitten auf der grünen Wiese am Fusse der Rigi trauen, auf dem wunderbaren Hof Landschi mit Blick über den Vierwaldstättersee. Die Sonne knallte uns über 30 Grad um die Ohren, aber unter dem Chriesibaum und ausgerüstet mit selbstgemachten Fächern hielten sich das Brautpaar und ihre Gäste wacker. Mir klebte zwar mein Kleid an den Beinen, aber ich musste mich unbedingt in das zartviolette Modell werfen, weil es soooo gut zum unglaublich konsequent durchgezogenen Farbkonzept von Braut Chantal passte. Entzückt stellte ich fest, dass sogar der erfrischende Hibiskus-Eistee mit den Blumen, den Socken von Bräutigam David und der Tischdekoration harmonierte.

Am Arm ihres Bruders und zu den Klängen von Ella Endlich schritt Chantal mit einem breiten Grinsen auf ihren Bräutigam David zu - und dieses fröhliche Lachen blieb auch während der ganzen Zeremonie und dem anschliessenden Apéro auf ihrem Gesicht stehen. Nur während den sehr schönen Ehegelübden musste sie die Tränchen zurückhalten – aber da war sie in bester Gesellschaft. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, wurden die Fächer auch von der Gesellschaft rege dazu genutzt, vorwitzige Tränen zurückzutreiben. Das Brautpaar pflanzte und begoss stimmigerweise seinen ganz eigenen, kleinen Chriesibaum und gab sich zum krönenden Abschluss vor seinen versammelten Liebsten das Ja-Wort und einen filmreifen Kuss. Chantal und David, ich danke euch von Herzen und wünsche euch alles Gute für die Zukunft!


Claudia & Christian
Entspannte Trauung im Schloss Rapperswil

Das Schloss Rapperswil ist eine der bekanntesten Hochzeitslocations der Schweiz, und ich weiss jetzt auch, weshalb es bei den Brautpaaren so beliebt ist. Seine unvergleichliche Lage hoch über dem Zürichsee ist atemberaubend (besonders, wenn man das Material für eine ganze Trauung hochschleppen darf, denn Parkplätze sind leider nicht ;-)), das Personal professionell und dank dem geschützten Innenhof sind Trauung, Apéro und Festmahl bei jedem Wetter möglich. Auch Claudia und Christian haben sich für Rapperswil als Trauungsort für ihre Feier vom 24. Juni 2017 entschieden und dem Schlosshof mit Ballonen, Blumen und liebevoller Dekoration ihren ganz eigenen, stilvollen Touch verliehen.


Schon kurz nach dem Einzug der Braut am Arm ihres Vaters wünschte sich Christian, er hätte nicht ganz so detailliert aus dem Nähkästchen geplaudert, denn mein Elefantenhirn erinnert sich an jeglichen lustigen Anekdoten, die mir mir Vorbereitungsgespräch erzählt wurden, und so erzählte ich der Hochzeitsgemeinschaft wahrheitsgetreu, welche drei Dinge er auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Aus Datenschutzgründen wiederhole ich die Aufzählung hier nicht, aber danach war das Eis gebrochen und die Gäste bekamen eine kleine Vorahnung davon, was sie während der Zeremonie erwarten würde. Die witzige Kennenlerngeschichte des Traumpaars Claudia und Christian begeisterte alle – sogar die Brautmutter erfuhr noch neue Details, wie sie mir im Anschluss begeistert erzählte. Mein persönliches Highlight waren die musikalischen Einlagen von Lysann, einer Freundin der Braut, die witzige, von Claudia selber gestaltete Hochzeitskerze – und der Ausdruck der Rührung auf dem Gesicht vom normalerweise so coolen Christian, als er seine Claudia auf sich zukommen sah. Dass während dem Apéro dann sogar noch Morcheebas Big Calm gespielt wurde (eine meiner absoluten Lieblings-CDs), machte den Tag für mich perfekt. Claudia, Christian und little bean: Ich wünsche euch alles Liebe und Gute und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen!



Angelika & Fabian
Grandioses Gipfeltreffen

Ich staunte nicht schlecht, als ich vor einigen Monaten ein Mail mit einer sehr bekannten Absenderadresse in meinem Postfach hatte: Eine interessierte Braut erkundigte sich nach meinen freien Terminen und hatte in ihrem Planungseifer ganz übersehen, dass wir uns schon sehr lange kennen. Gut, dass mein Nachname nicht mehr der gleiche ist wie damals während der Lehre (die ja auch gefühlte hundert Jahre her ist) ist eine gute Entschuldigung.

Am 17. Juni 2017 nun durfte ich Angelika mit ihrem Fabian verheiraten, und das nicht irgendwo, sondern vor der unglaublich beeindruckenden Kulisse der Savogniner Bergwelt direkt neben ihrem geliebten Maiensäss. Aber der Reihe nach: Als ich beim vereinbarten Treffpunkt angekommen war, dem Museum Regiunal in Savognin, wo sich die beiden nur Minuten zuvor das zivile Jawort gegeben hatten, wurde ich bereits von den engsten Familienmitgliedern aufmerksam gemustert. Ich dachte mir noch nicht viel dabei und war durch die anschliessende Fahrt zum Maiensäss mehr als abgelenkt, schliesslich führte uns der Weg über Strassen, sehr schmale (aber noch asphaltierte) Strassen, Waldwege und schliesslich Schotterpisten immer höher hinauf. Zwei Kuhgatter wurden passiert, der Bräutigam Fabian sprang zweimal beherzt aus dem Auto, um besonders neugierige Kühe buchstäblich aus dem Weg zu schieben, und dann kamen wir bei der atemberaubenden Trauungslocation an.


Mit so viel Liebe hatten die beiden und ihre Helfer die Zeremonie vorbereitet, mir blieb schon da fast die Sprache weg. Als kurze Zeit später die Gäste eintrafen, wurde mir auch klar, warum meine Anwesenheit für Achselzucken gesorgt hatte: Fast keiner der handverlesenen 24 Gäste hatte gewusst, dass sie hoch über Savognin eine Trauzeremonie erwarten würde. Die Freude darüber war umso grösser und so folgte eine unvergessliche, emotionale, trotzdem beschwingte und fröhliche Zeremonie im engsten Kreis. Kurz: Das Brautpaar kettete sich buchstäblich an sein geliebtes Maiensäss, es wurde wie immer laut JA gesagt und viel gelacht, ich wurde beinahe weggewindet und vom Brautvater gerettet, der entzückende Ringbub machte seine Sache wie ein alter Hase, ich wurde zum Abschied von der Brautmutter geknuddelt - und ich habe einen Sonnenbrand, war ja klar. Ganz viel Liebe für diese einmalige Trauung, Angelika und Fabian, ich wünsche euch alles Glück dieser Welt!



Dominique & Mario
Zeremonie hoch über dem Zürichsee

Es ist schon witzig: So viele Weidentempel wird es ja wohl nicht geben, trotzdem durfte ich gleich zwei Samstage hintereinander eine Trauung in einem der grünen Zelte leiten. Am 3. Juni 2017 stand dieses auf dem Gelände der Moschti Stäfa hoch über dem Zürichsee. Eine Nummer kleiner, aber nicht weniger wundervoll rankten sich auch hier die Äste in Richtung Himmel und boten einen schönen und würdigen Rahmen für die Trauung von Dominique und Mario.


Die Braut in einem atemberaubenden Kleid organisierte in letzter Sekunde ihre Ehegelübde, nahm einen stärkenen Schluck aus der Cociflasche und konnte dann auch bis zum letzten Satz ihres Gelübdes die Tränen zurückhalten – spätestens da hatten aber sowieso die Hälfte aller Gäste inklusive mir Pipi in den Augen. Der Bräutigam Mario hingegen legte höchstpersönlich bei allen Vorbereitungen Hand an und war durch das hohe Aktivitätslevel erstaunlich cool, bevor dann wie üblich 30 Sekunden vor dem Start die Nervosität doch noch kam. Souverän ertrugen dann beide meine Witze über Unterhosen und WC-Rölleli, bevor sie ihre Verbindung mit Gatorade-Mixereien sichtbar machten, Ja sagten und sich ihre Ringe von einem bezaubernden Ringträger bringen liessen. 


Hier noch eine kleine Lobhudelei auf die Moschti und ihr Team: Aussicht super, Lage toll, Ausstattung makellos, Service fantastisch. Tätschmeisterin Tabea dachte sogar mehr als nur mit und stattete den Bräutigam quasi last minute mit seinen Ansteckblümchen aus, die im Trubel fast vergessen gegangen wären. Ende gut, alles super!

(Grosses Bild: Céline Mastel Photography)


Patrizia & Michi
Traumhafter Traumgarten

Wow, wow, wow – Bei strahlendem Sommerwetter feierten am 27. Mai 2017 Patrizia und Michi ihre Traumhochzeit im Traumgarten Thalwil. Der dortige Weidentempel wurde vor einigen Jahren angepflanzt und wächst seither stetig dem Himmel entgegen. Das grüne Zelt ist erstaunlich gross und bot allen Gästen ausreichend Platz und Schatten. Und von der Atmosphäre im Innern muss ich sicher nichts sagen... es ist einfach fantastisch.


Musikalisch begleitet von der zauberhaften Deborah Merian und Dani an der Gitarre (wie immer musste ich bei «Ja» von Silbermond die Tränchen zurückhalten und an die Postiliste denken) lauschte das fantastische und klatschfreudige Publikum der wirklich unglaublichen Lovestory des Brautpaars und musste beim anschliessenden Feuerschalen-Ritual tatsächlich noch selber aktiv werden. Wie Patrizia und Michi dabei wie in ein Fels in der Brandung mitten im Strom ihren Liebsten sassen und die Verbindung zu ihren Freunden und Familien sicht- und greifbar wurde, ist meine absolute Lieblingserinnerung an diesen denkwürdigen Tag. Das superfeine Glacé beim anschliessenden Apéro hat natürlich das seinige dazugetan – hmmmm Himbeeeer!

 (Bilder oben links, mitte und rechts: Milena von Lightplay)

Selina & Mathias
Traumhochzeit in der Villa Wenkenhof

Puh... wo soll ich nur anfangen. Am 20. Mai 2017 gaben sich Selina und Mathias in der zauberhaften Villa Wenkenhof in Riehen das Jawort, und ich bin auch zwei Tage später noch überwältigt von all den Eindrücken.

Nachdem schon am Vormittag ein Stau vor Basel meine Nerven strapaziert und mich einen kleinen Umweg über Deutschland machen liess (better safe than sorry, nicht wahr), folgte vor der Villa ein kleiner Wetterkrimi. Eigentlich war kein Regen angesagt, dann begann es trotzdem zu tropfen – aber den Mutigen gehört die Welt, und so wurde die Durchführung der Zeremonie trotzdem draussen geplant. Die Entscheidung lohnte sich – kurz vor der Zeremonie riss der Himmel auf und am Ende konnte das Brautpaar bei strahlendem Wetter den Apéro eröffnen.

Die Trauung selbst fand unter einem wunderschönen Blumenbogen im Garten der Villa statt, von der Brautmutter, die praktischerweise Floristin ist, höchstpersönlich geschmückt. Natürlich stammten auch die Tischdekoration und der Brautstrauss aus ihren Händen, wie schön ist das denn? Auch der Rest der Dekoration war unglaublich stimmig, stilvoll und bis ins Detail durchdacht – ich sage der Braut Selina gerne eine erfolgreiche Karriere als Wedding Plannerin oder Dekorateurin voraus, falls sie sich beruflich mal verändern möchte ;-)

Nachdem der Bräutigam Mathias mir wenige Minuten vor der Trauung noch glaubhaft versicherte, er sei überhaupt nicht nervös, zitterten seine Hände spätestens beim herzerwärmenden Ehegelübde sichtbar. Das Brautpaar wunderte sich während der Trauung lachend über all die Details, die ich mir gemerkt hatte, lauschte der tollen musikalischen Begleitung von LiveJazz, schüttete Sand in ein von einem Freund selbstgeschreinerten Bilderrahmen und natürlich wurde laut und deutlich «Ja!» gesagt. Die anschliessenden, sehr überschwänglichen und positiven Feedbacks der Gäste waren für mich das Tüpfelchen auf dem i und liessen mich mit einem mehr als warmen Gefühl im Bauch die Rückfahrt antreten. Selina, Mathias (und natürlich Büsi Lemon, wie könnte ich dich jemals vergessen): Ich wünsche euch alles Gute für eure Zukunft!

(Grosses Bild: Sandra Ardizzone Photography)


Sibylle & Andreas
Ohne festen Boden unter den Füssen

Am 13. Mai 2017 durfte ich einen wunderbaren Start in die diesjährige Hochzeitssaison erleben und quasi mit Sibylle und Andreas auf der MS Uetliberg in den Hafen der Ehe einfahren. Nachdem die beiden einen wahrhaft filmreifen Auftritt zu den Klängen von Metallicas "Nothing Else Matters" hingelegt und der sehr nervöse Bräutigam Andreas sich gefasst hatte, folgte eine intime Zeremonie auf dem wunderschön dekorierten und lichterfüllten Hauptdeck. Gemeinsam mit Freunden und Familien lauschte das Brautpaar meiner Erzählung ihrer Kennenlerngeschichte, ihrer ganz eigenen Reise ins Glück, mischte aus Alpen- und Meersalz ein Liebesgewürz und rührte schliesslich mit ehrlichen und herzerwärmenden Ehegelübden alle Anwesenden zu Tränen – inklusive mir, wie könnte es anders sein.

Der anschliessende Apéro auf dem Oberdeck bei schönstem Sonnenschein und mit unglaublich passender musikalischer Begleitung von "On It" ("Free Falling" auf dem Zürichsee mit Blick auf die Alpen und Wind in den Haaren schlägt einfach nichts) setzte einem wunderschönen Tag eine glitzernde Krone auf.

Sibylle und Andreas, ich danke euch von ganzem Herzen für euer Vertrauen und dafür, dass ich ein kleiner Teil eurer Reise ins Glück sein durfte. Ich wünsche euch nur das Beste für die Zukunft!