Mein Hochzeitsjahr 2018

Auch 2018 wird kreuz und quer in der Schweiz geheiratet. Ich gebe euch hier gern einen kleinen Überblick über die Trauungen, die mich dieses Jahr beschäftigen werden. Ist es nicht fantastisch, wie unterschiedlich meine Brautpaare, ihre Locations und ihre Geschichten sind? Darum wird es mir einfach nie langweilig :-)


28. April 2018 – Isabelle und Dominik
Saisonstart am Rheinufer

Saisonstart. Die erste Trauung im neuen Jahr ist immer eine ganz besondere. Bei perfektem Hochzeitswetter gaben sich Isabelle und Dominik im wunderschönen Gasthaus Schupfen direkt am Rhein das Jawort. Ich konnte mir wie vorausgesehen nicht verkneifen, ein paar Worte zum Thema Zeitmanagement zu verlieren. Scheinbar ist das nicht die Stärke des Bräutigams. Kein Wunder, in der Wohnung der beiden hängt auch eine Uhr, die seitenverkehrt läuft, da war ich selber ganz verwirrt. Als erstes meiner Paare lasen Isabelle und Dominik ihre Ehegelübde still für sich und nagelten sie anschliessend in ihre selber gestaltete Zeitkapsel ein, nur begleitet von stimmungsvollen Panflötenklängen. Von lauten Schiffshornklängen begleitet wurde dann ihr Jawort, bevor sie sich mit Freunden und Familie im umwerfend schön gestalteten Festsaal das leckere Essen schmecken liessen. Alles Gute und liebe euch beiden!



11. Mai 2018 – Deniz und Raphael
Wetterglück im Mai

Glück hat viele Gesichter. Es zeigt sich manchmal nur ganz leise, dann wieder ganz laut. Etwa mit einem Schiffshorn. Denn genau zwischen Raphael und Deniz' Jawort fuhr ein Rheinschiff am Schupfen vorbei und gratulierte den beiden zu ihrer Entscheidung, noch hundertmal elf Jahre miteinander zu verbringen. Süsse 16 war Deniz, als sie sich in ihren Raphael verliebte. Er brauchte ein bisschen mehr als einen Blick, aber auf für ihn war schnell klar, dass sie die richtige Frau fürs Leben ist. Die beiden Schulschätzli sagten im Hochzeitsmonat Mai Ja zueinander – ebenfalls im Gasthaus Schupfen in Diessenhofen (für mitlesende zukünftige Bräute und Bräutigame: Die Location ist nicht zu Unrecht mega beliebt und es lohnt sich, hier schnell zu sein!) Dann war da natürlich das Wetterglück: Nach der Sintflut am Donnerstag strahlte am vergangenen Freitag die Sonne mit dem blauen Rhein um die Wette, als wäre nichts gewesen. Und ein glückliches Händchen bewiesen Deniz und Raphael auch, als sie Jessica Levy und ihre A Capella Band buchten, und den Vieren damit ihren allerersten gemeinsamen Auftritt ermöglichten. Ihre Performance war einmalig und ich habe das Gefühl, wir werden uns noch öfter an Hochzeiten treffen... Ich gratuliere euch beiden ganz, ganz herzlich. Ihr habt herausgefunden, wie man sich unbeschreiblich nahe kommen kann, indem man sich ganz viel Freiheit gibt.


12. Mai 2018 – Ricarda und Fabian
Ein singender Bräutigam

Das Kaiserwetter von Freitag ging am Samstag genau so weiter. Und nicht anders hatten es Ricarda und Fabian verdient. Die zwei supermegafest verliebten Bald-Eltern gaben sich in der wie immer wunderschönen Moschti Stäfa mit Blick auf den blauen Zürichsee das Jawort, inmitten von Freunden und Familie. Mein unangefochtenes Highlight: Rampensau Fabian (ja, er nennt sich selber so) performte live den Song, mit dem er Ricarda den Antrag machte, und das sogar richtig gut. Mit dem Einsatz eines grossen Knallfrosches überraschten sie sogar mich, und nach dem Eintopfen einer besonders widerstandsfähigen Pflanze gaben sie sich wunderbar herzige und humorvolle Eheversprechen, in denen sogar die Worte "ZSC" und "Bärenhunger" vorkamen, das muss man erst mal schaffen. Nachdem Barfuss-Ringsprinter Lionel ihnen die Ringe gebracht und Götti Martin ihnen einen wunderbaren Berndeutschen Segen mit auf den Weg gegeben hatten, liessen sie die Korken knallen. Alles Liebe, ihr Lovebirds!



19. Mai 2018 – Samantha und Claudio
Surfen auf den Wellen der Liebe

Samantha, Claudio und ich sind ein Dreamteam: Alle drei bezeichnen wir uns als geradlinig, organisiert, strukturiert (mein Mann lacht sicher, wenn er das liest...) und wir wissen, was wir wollen. Keine Überraschung, dass Samantha und ich fast am gleichen Tag Geburtstag haben und uns das Sternzeichen Jungfrau teilen, die haben ja einen gewissen Ruf... Jedenfalls hatten die zwei für ihre wunderschöne Trauung im Steakhouse der Marina Lachen nicht nur ein Farbkonzept, sondern sogar einen konkreten Farbcode ( RAL4004 ). Wenn ein Brautpaar sich richtig in die Planung hineingibt, aber dann am Hochzeitstag trotzdem entspannt, locker und gelöst ist, ist das der Jackpot für mich. So gaben sich die zwei einfach herzerwärmende Eheversprechen, bei denen kein Auge trocken blieb (die meisten weinten sowieso schon, insbesondere die beiden Elternpaare sassen einträchtig nebeneinander und verbrauchten haufenweise Nastüechli, die Samantha in herzige Schächtelchen verpackt auf jeden Platz gelegt hatte. Die zwei besiegelten ihre Verbindung mit der Unterschrift auf einem echtem Surfbrett und füllten eine Flaschenpost mit Sand, um immer ein Stück Portugal bei sich zu haben - der Ort, wo sie sich dem Himmel am nächsten fühlen, viele Wellen gemeinsam bezwungen und sich die ewige Liebe versprochen haben. Hach, war das schön...


26. Mai 2018 – Jeanine und Christoph
Digitales Glück

Auch Jeanine und Christoph wissen, was sie wollen, und zwar einander! Ihr Kennenlernen war ein so unglaublicher zeitlicher und technischer Zufall, ich bin fast vom Stuhl gefallen. Ihre Züri-Bern Fernbeziehung beendeten sie in Rekordzeit mit ihrer ersten gemeinsamen Wohnung und exakt am ersten Jahrestag fragte Christoph seine Jeanine, ob sie seine Frau werden möchte.  Bei sommerlichem Mai-Wetter haben sie dann im Traumgarten Thalwil "JA" gesagt. Ich bin ja immer wieder völlig von den Socken, wie schön es hier ist! Ihr Züri-Bern-Bündnis haben die beiden Lovebirds mit dem Pflanzen eines extra widerstandsfähigen Krauts in Erde aus den zwei verschiedenen Kantonen besiegelt – und sie wollten gar nicht mehr aufhören mit Schmusen, hihi. Dann hat sich wieder mal gezeigt: Es ist nie verkehrt, mehrere Blumenkinder zu haben, so ist es nicht weiter schlimm, wenn es sich eines davon 30 Sekunden vor der Trauung nochmal anders überlegt.  Und schliesslich müssen hier noch lobende Worte für Wedding Voice - Hochzeitsmusik gefunden werden: 1A Performance! Leider habe ich den live gesungenchzeitstanz verpasst, aber die liebe Sandra Ardizzone Photography hat ihn hoffentlich für mich festgehalten (plus den Sprung in den Pool, der mir versprochen wurde). Habe ich es schon gesagt? Ich liebe Hochzeiten! 


8. Juni 2018 – Olivia und Andreas
Island Love

Olivia und Andreas sind das erste Brautpaar, das mir für 2018 zugesagt hat, und das freut mich aus unzähligen Gründen. Erstens heiraten sie auf den Isole Di Brissago, und das ist besonders toll, weil ich Olivia vor mehr als 13 Jahren ebenfalls auf einer Insel kennengelernt habe – und zwar am anderen Ende der Welt, auf Hawaii. Dann habe ich beim Kennenlerngespräch noch herausgefunden, dass ich noch vor viel längerer Zeit mit dem kleinen Bruder des Bräutigams Andreas in die Schule gegangen bin. Die Welt ist einfach ein Dorf... Und dann folgte Anfang Juni eine Trauung, die mich selber fast sprachlos machte. Beim Einzug der Braut zum extrem starken und stimmungsvollen "Intro" von The XX musste ich ganz fest an Broccoli denken, um nicht in Tränen auszubrechen. 

Wow. Ticino. Isole di Brissago. Traumhochzeit. Wetterkrimi. Schiffsfahrt. Klassentreffen. Botanischer Garten. Römisches Bad. Sternmagnolie. Hawaii. Ehegelübde. Einzug der Braut. Gänsehaut. Soviel Spass macht es, wenn einfach alles passt und Dienstleister-Liebe auf den ersten Blick passiert. Grossen Dank an Nina von Blumen Müller und Milena vonyourperfectday.ch - Ihr Hochzeitsplaner 


16. Juni 2018 – Nora und Dominique
Feuer und Liebe

Nora und Domi planten ihre Traumhochzeit auf dem Hofgut Albführen, zu dem ich lustigerweise eine Verbindung habe: Es gehört einem alten Arbeitgeber von mir, bei dem auch Domi jetzt angestellt ist. Hoffentlich wirft er nie einen Blick in meine alte Personalakte... aber reden wir von etwas anderem. Zum Beispiel von der Trauung, die einfach unvergesslich war: die Location, das Wetter, die wunderbaren Gäste, mein Feuer-Ritual hat funktioniert, die musikalische Begleitung durch Luca war gänsehautwürdig, der Beitrag von Gotti und Götti für ihren kleinen Prinzen megaherzig und nicht zuletzt haben die Ehewünsche des Brautpaars der unvergesslichen Zeremonie die Krone aufgesetzt. Das Glück dieser Erde liegt eben doch auf - oder direkt neben - dem Rücken der Pferde.


23. Juni 2018 – Viviane und Marc
Jawort im Herzen von Zürich

So. Eeeeeigentlich wollte ich mir dieses Wochenende für einen privaten Termin freihalten. Doch dann kam die Anfrage von Viviane und Marc und ich spürte schon irgendwie, dass es mit uns dreien cheibe guet funktionieren könnte. Nach meiner ersten zögerlichen Absage fuhren sie die grossen Geschütze auf und schrieben mir ein so herzig-verzweifeltes Mail (mit Föteli!), dass ich dann einfach JA sagen MUSSTE!  Nach ihrem fantastischen Hochzeitstag kann ich mich nur selber zum guten Bauchgefühl beglückwünschen, denn DAS HIER hätte ich um keinen Preis verpassen wollen:

Eine Outdoortrauung im Schatten des Prime Towers. Unglaublich fantastische und selbstgemachte (!) Blumendeko. Wunderbare Eheversprechen, die direkt ins Herz trafen. Eine supertolle Festgemeinschaft. Ein Antipasti-Apéro, der jedes Foodie-Herz höherschlagen lässt. Musikalische Begleitung auf höchstem Niveau durch Veronica Sbergia & Max De Bernardi, die extra aus Milano angereist sind. Und nicht zuletzt zwei wunderbare und unglaublich verliebte Menschen, die sich jetzt hoffentlich im Kreise ihrer Liebsten die Füsse wund tanzen.


30. Juni 2018 – Nicole und Dario
Daheim auf der Welt

Eine neue Location durfte ich an Nicole und Darios Trauung kennenlernen, denn sie gaben sich in der Stallstube in Maur das Jawort. Auch sonst hatten wir einiges zu bequatschen an unserem Kennenlernen, und haben dabei herausgefunden, dass Nicole und ich nur wenige hundert Meter voneinander arbeiten. Ich starre jetzt immer angestrengt durch die Fenster herein, wenn ich an ihrem Arbeitsplatz vorbeilaufe.

Und dann war da dieses Traumwetter für die Traumhochzeit der beiden Globetrotter Nicole und Dario in bzw. bei der Stallstube in Maur. Sonne, eine leichte Brise, Aussicht auf den blauen Greifensee, neugierige Kühe, ein Globus-Herzritual und eine Handwaschung, der selbstbewussteste Ringbub überhaupt und schöne musikalische Begleitung durch Fabian und Angela von Angel Sing machten meinen Tag perfekt


7. Juli 2018 – Ramona und Konstantin
Gin Tonic und Blumenpracht

Ramona, Konsti und ich haben uns ganz unkompliziert im Niederdorf auf einen Gespritzten/eine Stange getroffen, und es hat gleich gefunkt - ganz, wie es sein muss. Am tollen Datum 7.7.2018 durfte ich ihnen auf der wunderschönen Blumeninsel Mainau im Bodensee ihre Jaworte entlocken.  Dort, mitten im Schlossgarten, gaben sich  die beiden Schulschätzis das Jawort, vor allen ihren aus Deutschland und der Schweiz angereisten Liebsten. Ich durfte wieder mal ein Brautpaar Gin Tonics mischen (und trinken!) lassen, wurde beim Einzug der Braut wieder mal selber emotional (zum Glück zogen die beiden Lovebirds alle Blicke auf sich) und genoss den superguten musikalischen Auftritt von vier Freunden des Paares, die mit "You've got the love" einen meiner Lieblingssongs performten.


14. Juli 2018 – Tina und Fabian
Seelenverwandte

Ich bin froh, dass Tina und Fabian genau diesen Termin für ihre Hochzeit im See & Park Hotel Feldbach in Steckborn gefunden haben, denn ich liebe lustige Zufälle. Am 14. Juli 2017 war ich nämlich an genau demselben Ort im Einsatz, an der Hochzeit von Deborah und Roger. Und tatsächlich: Vor der Trauung durfte ich den beiden noch zum ersten Hochzeitstag gratulieren, den sie im Feldbach verbracht haben. Zufälle gibt's, die sind einfach keine.

Tina und Fabian haben dann nicht nur mich mit ihren Eheversprechen und der Schatzkiste, die sie dabei gepackt haben, sprachlos gemacht, sondern auch ihre versammelten Liebsten. Ich weiss, dass das Wort "Seelenverwandschaft" ein sehr grosses ist und oft belächelt wird - aber diese zwei so unglaublich verliebten Menschen machen irgendwie deutlich, dass es einfach Seelen gibt, die tief miteinander verbunden sind.


21. Juli 2018 – Jill und Oliver

Warum in die Ferne schweifen

Da hab ich komisch geschaut: Jill, Oliver und ich haben zahlreiche gemeinsame Freunde. Kein Wunder, schliesslich leben sie direkt im Nachbardorf.

Und endlich durfte ich mal eine Trauung im Restaurant Waldmannsburg in Dübendorf bei mir um die Ecke leiten! Dort, im traumhaften Rosengarten, gaben sich Jill und Oli vor ihren Liebsten das Jawort, besiegelten ihre Liebe mit einem Sandritual, das sie an ihre vielen gemeinsamen Reisen erinnern soll und packten ihre Gelübde für die Ewigkeit in eine Schatzkiste.

Wir zitterten etwas wegen dem Wetter, der Mut des Brautpaars, trotzdem die Trauung draussen abzuhalten, wurde aber belohnt... ein paar wenige Tropen beim Apéro sollen euch trotzdem Glück für eure Zukunft bringen. Und in der Waldmannsburg bin ich gern wieder mal zu Gast: Super Aussicht, tolles und professionelles Personal und die Häppchen waren auch sehr vielversprechend..


4. August 2018 – Karin und Fabian
La vita é bella

Kaum zurück aus den Sommerferien hiess es kurz hinter der Grenze schon wieder "back to business"! Aber das Schöne an meinem Job ist ja, dass es sich gar nicht nach Arbeit anfühlen KANN, seine Samstage an solchen Locations und mit so wunderbaren Brautpaaren und Dienstleistern zu verbringen.

Ich bin jedenfalls immer noch geflasht. Von den Isole di Brissago (inklusive nettem Shuttlebootfahrer, denn vor lauter Gequatsche am Apéro habe ich glatt das letzte Kursschiff nach Ascona verpasst), der MEGA Dekoration von Miss Deco (der Traubogen ist übrigens handmade vom mehrfachbegabten Fotografen Dennis Nutz Photography), der Gänsehautstimme von RamonClauMusic und natürlich meinem wunderschönen und unendlich verliebten Brautpaar Karin und Fabian, die mit ihren fast perfekt übereinstimmenden Gelübden den Vogel abgeschossen haben. Hab ich es schon gesagt? La vita é bella


8. August 2018 – Jenny und Sarah
love is love

Jenny und Sarah ermöglichten mir gleich mehrere Premieren: Meine erste Trauung an einem Mittwoch! Meine erste Trauung im Clouds! Und zum ersten Mal gaben sich bei mir zwei Frauen das Jawort, was mich supermegafest freute. Ich rede schon so lange davon, dass in meiner Überzeugung Liebe einfach Liebe ist – jetzt konnte ich auch mal Taten folgen lassen.

Da war zum Beispiel die Hammer-Location in der Bar des Clouds @ Prime Tower Zurich, deren Personal und Geschäftsleitung einfach alles machte, um meinem Brautpaar, das übrigens das allererste ist, das sich hier jemals trauen liess, einen unvergesslichen Tag zu schenken. Das Highlight: Gruppenbilder auf dem Dach des Prime Towers. Die Aussicht ist einfach hammermässig!

Und dann war da natürlich mein umwerfendes, stilsicheres und erstaunlich gefasstes Brautpaar – wobei "Brautpaar" diesmal wirklich 100% ins Schwarze trifft, denn ich durfte zwei Bräute verheiraten! Jenny und Sarah kamen direkt aus dem Zürcher Standesamt und gaben sich hier, auf dem Gipfel von Zürich, das Jawort vor einer auserlesenen Gästeschar. Sie versprachen sich nicht nur ewige Liebe, sondern auch dumme Witze, setzten ihren Fingerabdruck, schenkten sich Löwen, Ringe und viele verliebte Blicke und waren hoffentlich ein bisschen beeindruckt, als ich zwei Chai Latte Teebeutel in Flammen aufgehen und in den Himmel steigen liess.


18. August 2018 – Tanja und Kevin
Mit Vollgas in die Ehe

DAS nenne ich einen Mittelgang. Und links und rechts davon ist es auch ganz hübsch, in der Spinni Event & Lounge GmbH in Neuägeri. Dort gaben sich  am 18.8.18 Tanja und Kevin das Jawort. Mich hätte es gar nicht unbedingt gebraucht, denn die zuckersüssen Blumenbuben, der mehr als souveräne Einzug des Bräutigams, die emotionalen Eheversprechen und das anschliessende Fotoshooting mit dem Auto (!) der Braut wären schon Entertainment genug gewesen. Ja, ohne ihren Evo macht Braut Tanja keinen Schritt, auch nicht den vor den Altar - das ist Konsequenz. Vielen lieben Dank für diese wunderbare, lockere, lustige und schöne Zeremonie und alles Gute euch Zweien! ❤️


25. August 2018 – Aline und Kevin
Cake me happy
Darf ich es nochmal sagen? Ich habe die ALLERBESTEN Brautpaare! Die tragen nicht nur Bienchensocken, springen während der Trauung auf, um den Weddingsingers.ch um den Hals zu fallen und schreiben Last Minute die wunderschönsten Ehegelübde, die einem ganzen Saal voller Leute (inklusive mir) die Tränen in die Augen treiben. Nein, manchmal legen sie mir auch ein Stück schokotastischen Hochzeitskuchen in den Briefkasten. Und wisst ihr was? Das waren nicht mal Beispiele aus mehreren Trauungen, sondern aus einer einzigen, nämlich derjenigen von Aline und Kevin im Seehotel Hermitage in Luzern. Ich mache mir jetzt einen Kaffee und schwelge in Erinnerungen, während ich mir den Bauch vollschlage. So geht das


31. August 2018 – Jessica und Frosch
live, laugh, love

Ja, das ist mein Brautpaar vom 31. August. Ja, die Braut strahlt wie ein Kernkraftwerk. Ja, der Bräutigam ist nass und hat nicht mehr so viele Kleider an. Wollt ihr wissen, wie es dazu gekommen ist?

Am letzten Tag im August durfte ich Jessica und Frosch ihre Jaworte entlocken, und zwar im wie immer wunderschönen Traumgarten Thalwil. Es regnete nicht nur, sondern es goss wie aus Kübeln, und das praktisch den ganzen Tag. Machte uns das etwas aus? Natürlich nicht. Der Festsaal des Traumgartens war wunderschön hergerichtet, die Nervosität liess viele Herzen ganz hoch schlagen und dann waren da noch Astrid und Thomas a.k.a. Acoustic Affair, die uns einheizten. Fun fact: Die zwei Musiker aus Leidenschaft kenne ich von meiner ALLERERSTEN Trauung anno 2015 und Jessica und Frosch haben sie praktisch blind gebucht, einfach weil ich sagte, dass sie super sind. Jaja, vertraut eurer Traurednerin, das lohnt sich!

Ja, und dann folgte eine wunderbare Zeremonie voller Liebe, Lachen und ein paar Tränchen, und soll ich euch etwas sagen? So wie Jessica ihren Frosch anschaute, total verzaubert, fasziniert, verliebt und fast schon entrückt, so hat es jeder verdient, angeschaut zu werden. Die zwei haben sich ewigen Mortadella versprochen, werden immer für bzw. nicht gegeneinander arbeiten und dann sagten sie natürlich noch "Jaa!" bzw. "Jää!" (der Frosch ist Basler), bevor sie sich in die Arme fielen und knutschten, bis ich ganz rot wurde. Und ja, wenn einem die Braut beim Umarmen ins Ohr flüstert "Du bisch diä Bescht!", dann bleibe ich auch mal sprachlos.

Aaaber es war noch nicht fertig, denn dann wurde gefeiert! Ausnahmsweise blieb ich sogar, bis die Sonne bzw. die Regenwolken untergegangen waren, durfte mir den Bauch am Grillbuffet vollschlagen, den selbstgemachten Hochzeitskuchen von Beno's Bakery probieren (hey nei, Ovomaltine-Maltesers, wenn das nicht die beste Füllung ever war!) und dann zusehen, wie sich ein paar ganz mutige und kälteresistente Gäste inklusive Frosch die Kleider vom Leib rissen und baden gingen. Wenn das keine massive Feier war, dann weiss ich auch nicht. Jessica und Frosch, nochmal danke für alles - euer Tag war unvergesslich <3


1. September 2018 – Patricia und Alan
UK meets Switzerland

Auch Patricia buchte mich quasi ungesehen, aber das hat seine Gründe: Sie lebt mit ihrem Verlobten Alan in England. Tollerweise trafen wir uns schliesslich doch noch zum ersten Beschnuppern in Begleitung ihres Mamis bei mir in Kloten, und die Sympathie verwandelte sich von einer digitalen in eine reale. Vorbereitungsgespräche via Skype sind meine geheime Spezialität, und immerhin haben die Schweiz und England eine überschaubare Zeitdifferenz.

Bei original schottischem Nieselregen wurden dann die Gäste aus der Schweiz und aus England (ja, die Ladies trugen Hüte oder Fascinators!) von zwei Dudelsackspielern begrüsst, die die Mauern der wunderschönen Schlosskapelle in Pfäffikon zum beben brachten.

Zur Kapelle muss ich noch ein paar Worte verlieren: Ganz nach dem Motto "klein, aber oho" offenbart sich hier nach dem Eintritt eine ganz andere Welt. Inmitten von Kerzen, Gemälden und Geschichte entfaltete sich eine besondere Atmosphäre bei meiner allerersten Trauung in einer kirchlichen Location. Und dann nochmal eine Premiere: Patricia ist nach über 50 Trauungen tatsächlich die erste Braut, die zum Hochzeitsmarsch in die Kapelle einzog, gespielt auf der Orgel von einer ihrer Freundinnen. Ich war hin und weg, wer kennt schon jemanden, der Orgel spielen kann?

Die musikalische Vielfalt ging während der Zeremonie weiter, als der Cousin der Braut Ed Sheerans Superhit "Perfect" anstimmte und damit einen weiteren Schweizerisch-Britischen Bogen spannte. Das Highlight der mehrheitlich englischsprachigen Trauung waren wie immer die sehr emotionalen Eheversprechen, die sich das Paar gleich zweisprachig gab - und besonders Alan ziemlich forderten, was von seinen Landsleuten aber mit grossem Applaus belohnt wurde. Patricia and Alan, thank you very much for flying with me! I wish you all the best for your future <3


7. September 2018 – Manuela und Stefan
Royal Wedding

An diesem Wochenende hatte ich meinen allerersten Hochzeits-Hattrick zu vermelden! Aber langsam: Den Auftakt bildete die heutige, wunderschöne, romantische und wahrhaft königliche Trauung von Manuela und Stefan im Hotel Schloss Romanshorn. Der Bräutigam ist nach 50 Trauungen tatsächlich der erste, der seine Braut nach dem Einzug mit einem Handkuss begrüsste – nur einer von vielen Gänsehautmomenten. Ich konnte mich knapp beherrschen und der Braut dieTraufrage auf Italienisch stellen – ich habe ja auch nur die halbe Nacht geübt.

Sehr viel zur unvergesslichen Stimmung beigetragen hat meine liebe Kollegin Anna Vichery Sopran, Ihre Sängerin für Ihren Anlass, begleitet von ihrem Pianisten Steve, die mit ihrer Stimme alle Gäste in ihren Bann zog - besonders die ganz kleinen.

Was mich als bekennender Networking-Fan und Mitglied des Wedding Network Switzerland besonders freute: Als Fotografin durfte ich dem Brautpaar die entzückende Elza Oberholzer Photography empfehlen, und dann war da noch der megatolle Anzug des Bräutigams, massgeschneidert von nisago. Also wenn das kein erfolgreiches Klassentreffen war, dann weiss ich auch nicht.

Manuela und Stefan, ich wünsche euch alles erdenklich Gute auf eurem gemeinsamen Weg. Die Liebe und den Respekt, die ihr nach 16 Jahren immer noch füreinander habt, die wünsche ich jedem


8. September 2018 – Xenia und Roger
97 Stufen zum Glück

Schon einen Tag später durfte ich Xenia und Roger verheiraten, und das erst noch mit grandioser Aussicht im Schlossturm des Schloss Uster. Und es war einfach fantastisch. Der Blick, die Dekoration, das Wetter, die Atmosphäre, die Tränchen in den Augen der Gäste, die musikalische Begleitung, die Eheversprechen (es ging kurz gefasst um falsch gedrehte Socken und Alkohol, ähem), das Wein-Traurital... den Staatsschreiber kann ich euch übrigens sehr ans Herz legen, das war auch mein Hochzeitswein :-) Und dann war da noch Sandra Ardizzone Photography, die heute ihr Saisonfinale mit uns feierte. Wir laufen uns auch dauernd über den Weg, das muss etwas heissen. Ich weiss gar nicht, was mir heute am besten gefallen hat. Nur eins hätte nicht sein müssen: die 97 gewendelten Stufen (ja, ich habe gezählt!!!) hoch in den Turm mit einem 16 Kilo schweren Lautsprecher in der einen und einem Stativ in der anderen Hand. Xenia und Roger, herzlichen Dank für diesen unvergesslichen Tag. Mögen die Winde des Himmels noch ganz lange zwischen euch tanzen und der "Rosé" nie ausgehen


9. September 2018 – Isa und Chris
Sunday Love

Und es ist vollbracht: Grande Finale meines Hochzeits-Hattricks von diesem verlängerten Wochenende. Und es war tatsächlich ein würdiger Abschluss, denn heute haben Isa und Christian JA zueinander gesagt, im wie immer wunderbaren Gasthaus Schupfen direkt am (fast trockengelegten) Rhein.

Und heute stimmte wieder mal einfach alles. Schon beim Soundcheck von Feel Good Inc. war ich begeistert, die Floristik von BlumenLaube GmbH "wo Schönes entsteht" war schlicht umwerfend hübsch (yes, ich liebe kräftige Farben!) und dasselbe gilt für meine Braut und ihren adretten Bräutigam, die stilecht und mit grossem Gehupe im alten Fiat-Cabrio einfuhren. Es folgte eine Runde Schlüssel-Weitwurf, wildes Geknutsche, lautes Ja-Geschreie, Klimmzug-Herausforderungen und natürlich unvergessliche Eheversprechen, die sowohl die Gäste wie auch das Brautpaar in Erstaunen versetzten, so ähnlich waren sie sich. Und jetzt erhole ich mich erst mal und kuriere den Wädli-Muskelkater aus, den ich mir gestern eingefangen habe.

Isa und Chris, ich wünsche euch, dass ihr euren Weg bis ganz ans Ende miteinander gehen könnt - auch wenn ihr euch gegenseitig stützen müsst, wenn ihr in euren VW-Bus einsteigt, weil ihr so alt und schrumplig seid


14. September 2018 – Denise und Manuel
Lasst es Konfetti regnen
Denise und Manuel sind für unser Kennenlernen extra aus einem minikleinen Dörfli im Baselland angereist - ich musste vorher googeln und habe natürlich angeboten, dass wir uns in der Mitte treffen, aber sie fahren so gerne Auto.

Und dann hat es an ihrer Trauung Konfetti geregnet, im Französischen Garten der Villa Wenkenhof, Riehen BS. Beziehungsweise hat das Konfetti, das eigentlich mittels Hochzeitstischbombe bis in die Stratosphäre hätte spicken sollen, nur einen kleinen Hüpfer gemacht, aber der Gedanke zählt ja.

Die Zeremonie war trotzdem mega: Das fing beim Einzug der Braut an, die von einer ganzen Traube Kinder begleitet wurde. Die zogen dann die Aufmerksamkeit komplett auf sich, da sie entweder in die verschiedensten Richtungen davonspazierten oder gleich ganz stehenblieben. Nachdem wir dann alle unsere Schäfchen wieder beisammen hatten, konnte es losgehen: Mit viel Lachen, einigen Tränchen, toller musikalischer Begleitung, wunderbaren Ehegelübden (diesmal ging's um Frühstückseier und Waschmaschinen) sowie einer kleinen Willkommensfeier für Denise und Manuels Söhnchen Levin, der sowieso styletechnisch allen die Show stahl.

Dann habe ich das Candybuffet geplündert, ein paar Fotos mit dem Brautpaar gemacht (ich habe noch einige richtig doofe!), die beiden nochmal fest gedrückt und mich dann ins Getümmel bzw. den Feierabendstau in Richtung Zürich geworfen. Toll toll toll war's mit euch Dreien! Ich wünsche euch alles Gute und schöne Ferien


15. September 2018 – Corinne und Roman
Last Minute Traumhochzeit
Bei Corinne und Romans Kennenlerngespräch war ich irgendwie doppelt verwirrt und bin schlussendlich fast eine halbe Stunde zu spät gekommen - ich oute mich jetzt einfach mal, es passiert ja normalerweise extrem selten. Ich fand unser Gespräch mega spannend und die beiden super, besonders die strukturierte Gesprächsführung hat mich beeindruckt. Insgeheim hatte ich aber schon erwartet, dass mein schlechter erster Eindruck bestimmt Konsequenzen haben würde - umso happier war ich, als ich die Zusage für ihre Trauung im Kloster St. Katharinental in Diessenhofen bekommen habe. Und dann wurde es nochmal spannend: Nicht mal 24 Stunden vor ihrer Trauung hat mich Braut Corinne angerufen und gefragt, ob ich eventuell einen Ersatz-Musiker für sie hätte. Und so habe ich mich heute doppelt und dreifach gefreut, dass die Hochzeitszeremonie von ihr und ihrem Roman so wunderschön und reibungslos über die Bühne gegangen ist - herzlichen Dank an Sara Laube für deinen musikalischen Beitrag und deine Flexibilität!

Das Kloster St. Katharinental ist einfach wunder-wunderschön, erst recht bei goldenem Herbstwetter. Die Deko haben Braut und Bräutigam selber gemacht (ja, auch die Wimpel und die wunderbaren Dekokugeln!) und Sandy von www.wunderpraechtig.ch hat die umwerfenden Blumen beigesteuert. Das Brautpaar hat passenderweise einen Apfelbaum gewässert und soooo ähnliche Gelübde geschrieben, dass besonders Roman mehr als einmal schon lachen musste, bevor er überhaupt seinen Satz sagen konnte. Corinne und Roman, herzlichen Glückwunsch und vergesst nicht, euch anzuseilen!


21. September 2018 – Melanie und Marco
Live, laugh, love
Melanie war im letzten September als Gast auf einer meiner Trauungen und war offensichtlich begeistert vom Auftritt, den ich damals abgeliefert habe. Umso mehr freut es mich, dass ich auch an ihrer und Marcos Trauung in der Moschti Stäfa dabei sein darf. Auch mit dem Bräutigam habe ich mich sofort verstanden, unsere geteilte Abneigung gegen Pilze verbindet uns. 

Und so war ich wieder mal zu Gast in der Moschti Stäfa und wie immer war es einfach wunderbar dort. Einfach die perfekte, relaxte Atmosphäre für Melanie und Marcos sehr, sehr witzige Trauung. Ja, es wurde sehr viel gelacht - ging ja auch nicht anders, bei den beiden Scherzkeksen! Ich bin erleichtert, dass die Braut wenigstens beim Einzug ein paar Tränchen vergiessen musste. Macht aber nichts, wie ihr Marco richtig anmerkte, ist sie ein herziger Brüeler (nicht so wie ich, ich bin das, was man einen ugly crier nennt, leider. Drum reisse ich mich auch immer zusammen). Gläser waren ein Thema, Gin Tonic, Tattoos, Pedalos und dann habe ich so nebenbei noch den Ruf zwei ihrer Gäste ruiniert (sorry Stef und Fiona), es war also wieder mal eine richtig schöne und erfolgreiche Trauung.

Tolle Begegnungen hatte ich auch, etwa mit Aselia und Fabian, einem meiner Brautpaare von 2017 (ja, das waren die mit dem Schnee im September). Sie sind ab heute übrigens diejenigen, die die meisten Trauungen von mir gesehen haben, und glücklicherweise waren sie auch diesmal sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und dann war da noch Julia Martin (www.juliamartin.ch), die ich besonders meinen 2019-Brautpaaren sehr ans Herz legen möchte. Sie ist nicht nur Eventstylistin, sondern auch eine begnadete Sängerin mit einer so kuschlig warmen Stimme, dass man sich am liebsten drin einwickeln und auf das Sofa legen würde - ganz gross. Und das tu ich jetzt auch, mich aufs Sofa legen, während Meli und Marco hoffentlich feiern, bis es kracht. Sie haben glücklicherweise ja zwei Tage, um auszunüchtern, so clever!


22. September 2018 – Domi und Päde
Zufälle gibt es nicht

Die Welt ist ein Dorf und Zufälle gibt es nicht. Das ist mein Fazit aus meiner Begegnung mit Dominique und Patrick, die ich letztes Jahr an der Loveside Hochzeitsmesse kennenlernen durfte. Wir haben nämlich seit ewigen Zeiten eine gemeinsame Freundin, drum war die Trauung heute fast ein bisschen wie ein Familientreffen. Domi und Päde haben die Leute, die an ihrer Hochzeit mitwirken durften, mit sehr viel Sorgfalt ausgewählt und hatten so zu allen einen persönlichen Bezug - und das hat man gemerkt. Im wunderschönen Hof des Schloss Rapperswil gaben sie sich bei strahlendem Sonnenschein das Jawort, übten sich im Schönschreiben und Spontanität, reimten was das Zeug hielt und feiern hoffentlich noch bis die Sonne über dem Zürichsee wieder aufgeht.

Mein allererstes Vor-Trauungs-Selfie mit dem Bräutigam zeige ich euch ein andermal, das hat einen eigenen Beitrag verdient. Und das Bild vom Bräutigam in Bananen-Shorts zeige ich euch vielleicht gar nie, sonst muss ich Päde nämlich mehr als nur das eine Bier zahlen, das ich ihm versprochen habe. Domi und Päde, es war mir eine riesige Freude und ich hoffe nicht, sondern ich weiss, dass wir uns bald wieder sehen, Zufall oder nicht!


28. September 2018 – Christina und Michel
Herbsthochzeit in Basel
Christina und Michel sind zwei echte Glücksschweinchen. Mit nur einem halben Jahr Planungszeit (sie haben sich quasi erst grad verlobt) stampfen sie einfach so und scheinbar mühelos eine Traumhochzeit aus dem Boden. Sie haben sich nämlich nicht nur das letzte verfügbare Datum in der Villa Merian in Basel unter den Nagel gerissen, sondern auch die allerletzte verfügbare Trauung bei mir. Das kann ja nur gut kommen. Basel wächst mir langsam richtig ans Herz. Kein Wunder, es ist ja auch richtig schön da!

Da ich mich in Basel schon mehrmals verfahren habe, wusste ich sogar, wo ich ungefähr hin muss (kleiner Tipp: Im Zweifel abbiegen, bevor man in St. Louis landet). Und erwartet haben mich ein strahlendes Brautpaar mitwunderbaren Ehegelübden, ein portugiesischer Lorbeer, ein Sänger mit einer umwerfenden Stimme und ziemlich gutem Timing und ein richtig schöner, perfekter Sommerabend. Geredet haben wir über die Landwirtschaft, die Michel nebenberuflich (!) ausübt, Apfelsaft, Katzen, Bagger und den füdliblutten Bräutigam (fragt nicht).

Und auch fast am Ende einer Hochzeitssaison gibt es immer wieder mal was Neues: So stellte heute ausnahmsweise nicht ich die Traufrage, sondern Christina und Michel nahmen das in die eigenen fähigen Hände. Dann war da noch das kleine Herz auf meinem Foto des Wunschbaums, so schnüsig! Und beim Rückweg zum Parkhaus merkte ich noch, dass sich da jemand als illegaler Sprayer betätigt hat. Die Basler halt, man muss sie einfach mögen.


29. September 2018 – Lisa und Urs
Big in Japan
2017 habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Trauungsplanung per Skype gemacht, nämlich für Andy und Joel, die ihre Hochzeit von Australien aus organisierten. Ich habe mich drum sehr gefreut, als ich auch Lisa und Urs via Facetime kennenlernen durfte, die in Kyoto leben. Der Zeitunterschied macht die Telefondate-Planung nicht ganz einfach, es gibt nur ein relativ kleines Fenster, in dem nicht einer von uns im Bett liegt, aber ich nahn die Herausforderung gern an.

Und dann war es auch schon soweit, die zwei Auswanderer gaben sich das Jawort im Pfadihuus Züri. Wer jetzt an Waldhütten und durchgelegene Matratzen denkt, der täuscht sich: das Pfadihuus ist richtig hübsch und verfügt theoretisch über 500 Parkplätze, ausser es ist ein sonniger Sonntag und die halbe Schweiz pilgert in den Zoo, der nämlich direkt daneben liegt. Dann muss man halt quer vor dem Büssli der Caterer parkieren - ist aber nur halb so schlimm, wenn man die Chefin kennt und NIVA Events & Catering sowieso grad selber empfohlen hat, gell Nicole.

So, genug zum Setting. Die Trauung von Lisa und Urs war in jeder Hinsicht einmalig. Erstens haben wir so einige gemeinsame Bekannte, was dazu führte, dass auch meine Cousine und meine so quasi Halbcousine im Publikum sassen. Dann schafften sie es tatsächlich, gleich vier Songs auszuwählen, die ich vorher noch nie an einer Hochzeit gehört habe (und die übrigens von Josh gänsehauterregend vorgetragen wurden). Sie waren das erste Paar, dass auf einen Ringtausch verzichtete. Und dann ist da noch die Tatsache, dass wir die gesamte Trauungsplanung via Facetime/Whatsapp/Mail machten, denn die zwei wohnen im japanischen Kyoto, wo sie gerade ihr Herzensbusiness aufbauen. Wer Japan mit dem Camper bereisen will, bitte hier lang: https://www.japanbyvan.com/

Ich habe im Anschluss soviel geredet und geschaut und feinen Weisswein getrunken, dass wir nicht mal ein gemeinsames Föteli gemacht haben!!! Ihr wisst, was das heisst: Ich muss nach Japan


6. Oktober 2018 – Franziska und Kevin
Highschool Sweethearts
Mutig sind sie, Franziska und Kevin. Sie heirateten im Mühlesaal in Rheinau, der bei ihrer Besichtigung praktisch ein Rohbau war. «Das kommt schon gut», meinten sie entspannt - Und so war es dann auch: Als zweitletzte Trauung 2018 durfte ich im nagelneuen und atemberaubenden Mühlesaal im Kloster Rheinau Franziska und Kevin ihre Jaworte entlocken. Die zwei Schuelschätzli haben mit ihren Ehegelübden, in denen auch die Worte WC-Rölleli und Salatosse vorkamen, den Vogel abgeschossen. Zuerst waren sie sich ja unsicher, ob sie überhaupt eines machen wollten, und dann hörten sie gar nicht mehr auf mit den gegenseitigen Liebesbekundungen. So ist das halt, wenn Liebe, Vertrauen und Verständnis so INTEGRALE Bestandteile einer Beziehung sind. Natürlich durfte ich auch noch erzählen, wie ein goldener Gürtel die zwei zusammengebracht hat, vermutete Dummheit beinahe die Beziehung im Keim erstickt hätte und wie Kevin seinen Goldschatz Franziska die Frage aller Fragen gestellt hat. Ahja, ein Herz habe ich sie noch kneten lassen, Foto anbei... (sie sind entschuldigt, die Knete war scheinbar zu hart).

Begleitet wurden wir musikalisch von Marco Clerc, den ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Mit am Start war auch Fotograf/Scherzkeks/Chauffeur/Naschkatze Sami Harush von Thead Photography, was mich besonders freute, weil es immer lustig ist, wenn Sami dabei ist, und die Fotos bombig werden. Ja, sogar die von mir, das ist ein echtes Qualitätsmerkmal (das hier habe natürlich ich gemacht, nicht dass sein Ruf noch Schaden nimmt).


10. November 2018 – Rebecca und Martin
Goldener November
Ich träume ja von einer Winterhochzeit. Rebecca und Martin waren mit ihrer Herbsttrauung auf dem Bocken in Horgen ganz nah dran. An einem goldenen Novembersamstag durfte ich Rebecca und Martin die letzten zwei Jaworte der Saison entlocken – und es war ein wahrhaftig würdiger Abschluss eines fantastischen Jahres. An einem perfekten Herbsttag heirateten die zwei im Seminarhotel Bocken vor all ihren Liebsten, und sie wurden richtig gefordert. Da mussten Reiseziele geplant, Erinnerungen hervorgekramt und Kisten zugenagelt werden, dass es eine wahre Freude war.

Rebecca und Martin, Ich hoffe, ihr geniesst gerade ein Aperoplättli und einen guten Tropfen auf 10'000 Metern Höhe – aber eigentlich mache ich mir da keine grossen Sorgen. Bis bald!